Vergleich 2026
Kosten, Probezeit, Schwerpunkt und Krankenkassen-Zuschuss – damit du die App findest, die du nach vier Wochen noch nutzt.
Kurz gesagt: Für angeleitete Video-Workouts mit festen Programmen passt Gymondo – als einzige App hier mit Präventionskursen, die viele Krankenkassen zu 80 bis 100 Prozent erstatten. Wer ohne Geräte trainieren und sich einen Plan erstellen lassen will, schaut sich Freeletics an. Für Yoga und Pilates ist YogaEasy die Spezialistin. Kostenlos und trotzdem gut gemacht ist der Nike Training Club, und fürs Laufen draußen gibt es adidas Running.
Ein Fitnessgerät im Wohnzimmer ist ein guter Anfang. Was vielen fehlt, ist der Plan: Welche Übung, wie lange, wie oft? Genau hier setzen Fitness-Apps an. Sie geben dir Workouts vor, zeigen die Übungen im Video und erinnern dich ans Training. Die Unterschiede sind allerdings groß – beim Preis, beim Schwerpunkt und bei der Frage, ob deine Krankenkasse etwas dazugibt.
Auf dieser Seite vergleichen wir fünf bekannte Fitness-Apps für zu Hause nach Schwerpunkt, Kosten, Testmöglichkeit und Kassenzuschuss. Am Ende findest du eine Entscheidungshilfe und Tipps, wie du nicht in eine Abo-Falle tappst. Wenn du gerade erst überlegst, welches Gerät du dir für zu Hause anschaffst, hilft dir die Übersicht aller Fitnessgeräte für zu Hause.
Die Preise sind gerundete Richtwerte nach Angaben der Anbieter und aktueller Preisübersichten. Viele Apps arbeiten mit wechselnden Rabattaktionen, deshalb lohnt sich vor dem Abschluss ein Blick auf den aktuellen Preis.
| App | Schwerpunkt | Kosten (ca.) | Gratis testen | Krankenkasse |
|---|---|---|---|---|
| Gymondo | Video-Workouts mit Trainer:innen, Programme für Abnehmen, Kraft, Yoga, Pilates | ca. 14,99 € im Monatsabo, Jahresabo rechnerisch ca. 7–8 € pro Monat | laut Anbieter 7 Tage | Ja: zertifizierte Präventionskurse, je nach Kasse 80–100 % Erstattung |
| Freeletics | Bodyweight-Training ohne Geräte, KI-Coach erstellt den Plan | Jahresabo ab ca. 7–8 € pro Monat, kürzere Laufzeiten teurer | Basisversion mit einzelnen Workouts kostenlos | uns ist kein erstattungsfähiger Kurs bekannt |
| YogaEasy | Yoga, Pilates und Meditation im Video, teils live | Classic-Pass laut Anbieter 180 € pro Jahr bzw. 110 € pro Halbjahr | je nach Aktion | Stunden laut Anbieter nicht zertifiziert, TK-Gesundheitsdividende möglich |
| Nike Training Club | Kraft, Ausdauer, Mobility, kurze und lange Einheiten | laut Anbieter kostenlos | nicht nötig | – |
| adidas Running | Laufen und Gehen draußen, Strecken- und Zeiterfassung | Grundfunktionen kostenlos, Premium kostenpflichtig | Grundversion dauerhaft | – |
Gymondo ist eine der bekanntesten deutschen Fitness-Apps. Du wählst ein Ziel – etwa Abnehmen, Muskelaufbau, Rücken, Yoga oder Pilates – und bekommst ein Programm mit Trainingsvideos, die du mitmachst. Die Einheiten reichen von kurzen Workouts bis zu längeren Sessions, viele kommen ohne Geräte aus.
Wie die Kassen-Erstattung Schritt für Schritt funktioniert: Fitness-App über die Krankenkasse
Gymondo ansehen➜Freeletics ist bekannt für intensives Training mit dem eigenen Körpergewicht. Der „Coach“ fragt Ziel, Fitnesslevel und verfügbare Zeit ab und passt den Plan nach jeder Einheit an dein Feedback an. Neben Bodyweight gibt es Programme fürs Laufen und fürs Training mit Hanteln.
YogaEasy ist auf Yoga spezialisiert: vom sanften Einstieg über Rücken-Yoga bis zu kräftigen Flows, ergänzt um Pilates, Meditation und Programme mit mehreren Wochen. In den teureren Pässen sind Live-Kurse enthalten.
Die App von Nike bietet laut Anbieter kostenlos Workouts und mehrwöchige Programme, von 5-Minuten-Einheiten bis zu längeren Kraft- und Yoga-Sessions. Ein Konto ist nötig.
Wer neben dem Training im Wohnzimmer draußen läuft oder walkt, zeichnet mit adidas Running Strecke, Tempo und Zeit auf. Trainingspläne und Zusatzfunktionen gibt es in der kostenpflichtigen Premium-Version.
Gesetzlich Versicherte können sich Präventionskurse von ihrer Krankenkasse bezuschussen lassen. Grundlage ist § 20 SGB V. Damit eine Kasse zahlt, muss der Kurs von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert sein. Das gilt auch für Online-Kurse in Apps. Üblich sind ein bis zwei Kurse pro Jahr; wie viel erstattet wird, legt jede Kasse selbst fest.
Wichtig: Erstattet wird der zertifizierte Kurs, nicht das normale App-Abo. Gymondo bietet solche Kurse an und bündelt sie in Aktionen häufig mit einer Mitgliedschaft. Bei YogaEasy sind die Stunden laut Anbieter nicht zertifiziert; bei der TK kann die Rechnung aber unter Umständen über die Gesundheitsdividende laufen.
Alle Schritte im Detail – inklusive Hinweisen, worauf du bei der Kursnummer achten solltest – stehen in unserem Ratgeber Fitness-App über die Krankenkasse.
Apps und Geräte schließen sich nicht aus. Viele Programme in Gymondo oder Freeletics lassen sich mit Kurzhanteln, Widerstandsbändern oder einer Kettlebell ergänzen. Ausdauer kannst du auf dem Laufband, dem Rudergerät oder dem Heimtrainer sammeln und die App für Kraft und Beweglichkeit nutzen. Welche Geräte sich für zu Hause eignen, zeigen unsere Ratgeber:
Fitness-Apps verarbeiten Gesundheits- und Bewegungsdaten. Prüfe vor der Anmeldung, ob der Anbieter in der EU sitzt oder Daten außerhalb der EU verarbeitet, welche Daten du freiwillig angeben musst und ob du die Verbindung zu anderen Diensten (etwa Fitnessuhren) brauchst. Gymondo, Freeletics und YogaEasy sind Unternehmen mit Sitz in Deutschland.
Die beste Fitness-App ist die, die du nach vier Wochen noch öffnest. Wer eine feste Anleitung braucht und gesetzlich versichert ist, sollte zuerst prüfen, ob die Kasse einen Gymondo-Präventionskurs übernimmt. Wer ohne Kosten starten will, beginnt mit dem Nike Training Club. Freeletics lohnt sich für alle, die gezielt ohne Geräte trainieren wollen, YogaEasy für Yoga-Fans. Kombiniert mit einem passenden Fitnessgerät für zu Hause entsteht daraus ein Trainingsplan, der in den Alltag passt.
Der Nike Training Club bietet laut Anbieter Workouts und Programme kostenlos an. Freeletics und adidas Running haben eine kostenlose Basisversion, die vollen Funktionen kosten aber Geld.
Nicht das normale Abo, aber zertifizierte Präventionskurse nach § 20 SGB V. Einige Fitness-Apps bieten solche Kurse an; je nach Kasse werden 80 bis 100 Prozent des Kurspreises erstattet. Vorher bei der eigenen Kasse nachfragen.
Die meisten Abos liegen bei rund 8 bis 15 Euro im Monat, Jahresabos sind deutlich günstiger. Der Nike Training Club ist laut Anbieter kostenlos. Mit einem Präventionskurs über die Krankenkasse kann der Einstieg fast nichts kosten, siehe Fitness-App über die Krankenkasse.
Nein. Viele Apps, etwa Freeletics und der Nike Training Club, haben viele Workouts nur mit dem eigenen Körpergewicht. Eine rutschfeste Matte ist sinnvoll; Kurzhanteln oder Bänder machen das Training abwechslungsreicher.
Für Anfänger eignen sich Apps mit Einsteigerprogrammen und Videoanleitung, etwa Apps mit Kassenkursen oder der Nike Training Club. Freeletics ist fordernder; dort sollte man das Fitnesslevel ehrlich angeben.
Dort, wo du es abgeschlossen hast: über die Website des Anbieters (Kündigungsbutton) oder über die Abo-Verwaltung im App Store bzw. bei Google Play. Das Löschen der App beendet das Abo nicht.
Für viele reicht eine App mit guten Videos aus. Bei Vorerkrankungen, Schmerzen oder nach Verletzungen solltest du vorher ärztlich abklären lassen, welches Training geeignet ist.
Quellen: Anbieterseiten von Gymondo, Freeletics, YogaEasy (Support: Preise und Leistungen; Krankenkasse), Nike und adidas; Preisübersichten fitness-tiger.de, trusted.de, abo24.de; GKV-Leitfaden Prävention (§ 20 SGB V, ZPP); Verbraucherzentrale zum Kündigungsbutton (§ 312k BGB) und zum Gesetz für faire Verbraucherverträge. Abgerufen am 21.10.2026.